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von Robert

3-. , 25: 1:3:

Antwort auf

Hi Catherine,
das Gefühl der Identität ist eine Folge der Kontinuität unserer Bewußtseinsprozesse. Weder philosophisch noch materiell können wir von einem zum anderen Moment wirklich identisch sein. Was bleibt ist ein Gefühl für die Identität, die "gleiche" Person zu sein. Aber selbst dieses Gefühl flieht mich zunehmend. Entkleide ich mich von allem, was man dem Bereich "Persönlichkeit" (Also in der Zeit geformte Besonderheiten) zurechnen könnte, bleibt eine Wahrnehmung zu sein - bei gleichzeitiger Verwunderung, überhaupt als Person zu existieren.
Die Matrix wäre einfach, gäbe es nur x und y Koordinaten - leider ist sie n-(also unendlich)dimensional und noch dazu ein chaotisches, unberechenbares und immer sich wandelndes Konstrukt.
Verliert man bei solchen Überlegungen den Boden unter den Füßen, stockt einem der Atem, wankt der Boden einer einheitlichen Weltanschauung? Bei mir schon, aber nach dem schwindelig werden kommt das Schweben, das liebende Aushalten des Unaushaltbaren ...