85

Wir sind das Wissen.

Wenn wir staunend vor den neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaft stehen, beeindruckt von unserer technologischen Entwicklung, sollten wir der Tatsache gedenken, das die komplexeste und interessanteste Struktur, die wir bisher fanden, unser eigenes Sein ist.

Darum kann es den Weg nach innen geben, die Gewahrsamkeit auf das, was da ist, lebt, sich Mensch nennt und alle Geheimnisse bereits als funktionierende Technologie enthlt.

Quantenphysik und Relativittstheorie seien die vllig abstrakten und am schwierigsten zu verstehenden vordersten Speerspitzen menschlichen Forschergeistes. Fern, unnahbar und damit irrelevant fr das persnliche Dasein.

Selbst die Physiker sind froh, wenn sie sich durch ihre Daten und Theorien rechnen knnen. Auch ihnen scheint das Wissen wenig Eindruck auf ihr Sein zu machen. So sind wir durch die Entfremdung von unserem Wissen uns selbst entfremdet und die Erzeugnisse unseres Wissens stehen fern und bedrohlich - als kalte Technologie.

Wieviel wir auch forschen, wir erforschen, was wir vorfinden. Wir sind aber schon da, will sagen, wir knnen nur erforschen, was ist - und damit unser Sein.

So nhern wir uns in winzigen Schritten dem, was wir schon sind, vergessen, was wir sind und feiern das, was wir berechnen knnen.

Ehrfurcht, Ehrfurcht vor der Offenheit der Ewigkeit, nicht der Wahn, Wissen vollenden zu knnen, mge die Wissenschaft des nchsten Jahrtausends bestimmen.





Was meinst Du?
Oder hast du eine Frage?

 

Überschrift:


 

Name:

Was steht hier? 

Email:

complexity remains
©1999 Robert Stein-Holzheim