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Subjektivitt ist nicht beliebig.

Wenn wir sagen "subjektiv" meinen wir: "Das ist fr jeden anders" in dem Sinne, da, was fr den einen so ist, fr einen anderen ganz anders sein kann.

Als ob es eine objektive Wirklichkeit gbe und einen persnlich-subjektiven Bereich, in dem gar keine Regeln glten.

Doch der bisher als subjektiv titulierte Bereich erffnet sich zunehmend unserem technischen Zugriff. Wir beginnen zu verstehen, wie Bedeutung entsteht.

Die Subjektivitt, die echte Beliebigkeit meint, ist auf dem Rckzug. Erreicht wird das durch eine strukturelle Beliebigkeit, die jenseits der dualen Denkstruktur eine hhere Freiheit in der Vergabe von Bezgen erlaubt.

Geahnt hatten wir es schon: Drum erschien uns unser Geist als zu komplex, um ihn als mechanisch zu verstehen und unsere dingliche Sprache versagte im Beschreiben des Inneren Nur in der Dichtung, der Musik, der Kunst, war unsere innere Subjektivitt der Erfahrung auszudrcken.

Doch jetzt ist endlich Schlu mit Lustig, wir erstrmen das Refugium der Beliebigkeit jener, die uns mit ihrem Hakenschlagen in das angeblich von auen nicht nachvollziehbare Subjektive an der Nase herum und in den Nebel fhren wollen.

Wir machen, wenn auch nicht kurzen, so doch Prozess zu dem was wir damit anfangen knnen: zur intersubjektiven Vermittlung unserer Persnlichkeiten, zur Wahl unserer Entkleidung, bis das nur brig bleibt, was ewig ist, was Leben meint und heilig scheint.





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complexity remains
©1999 Robert Stein-Holzheim