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Niemand wird ber uns richten, denn wir selbst.

Es sei denn, wir entschieden uns, als jemand anderes ber uns zu richten, was bedeuten wrde, wir htten uns entschieden, Gott zu spielen, um nicht zu merken, da wir es sind.

Es ist immer die gleiche Entscheidung: Lebt man, oder lt man sich leben - wehe jedoch, wenn man sich zum "sich leben lassen" entscheidet, denn man vergit, da es eine Entscheidung war.

Das macht uns also - ber die Verantwortung fr unsere Taten hinaus - ebenso verantwortlich fr die Beurteilung derselben.

Keine berirdische Instanz, die uns davon befreit, keine himmlische Ethik-Kommission, die weise schlichtet, wo wir nicht weiterwissen, niemand, dem wir in letzter Opferhaftigkeit gegenbertreten und der uns das Bndel, das wir tragen, abnhme.

Man stelle sich auch mal vor, was das fr ein hherdimensionales Wesen fr eine Strafe wre, endlos die immer gleichen, angeblichen Unzulnglichkeiten Sterblicher zu beurteilen und immer und immer wieder irgendwelche Richtersprche abzusondern, whrend Abermillionen dieser beschrnkten Wesen "Richte mich, richte mich!" riefen.


Der jngste Sohn ist immer so lange der jngste, bis der nchste geboren wird.
Der jngste Tag, bis der nchste Tag anbricht,
der dann der jngste ist.
Daher ist immer der jngste Tag.




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Kommentare zu These [27]

1.

von Robert

9-. , 03: 1:5:

Hallo Christiane,

in der These geht es mir mit diesem kurzen Gedicht am Schlu darum, dass wir unsere Taten im Moment des Tuns (immer neu, immer hier und jetzt) zu verantworten haben. Ein Warten auf jemanden, der mir w
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2.

von Christiane

9-. , 03: 1:2:

Niemand wird ber uns richten, denn wir selbst.

Hallo Robert,
dann erlebe ich also jeden Tag mein jngstes
Sein? Ist es auch mglich ein altes Sein
zu erleben? Oder ist Alter tatschlich
ein Konzept oder eine Illusion? Ich habe
mich schon als

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complexity remains
©1999 Robert Stein-Holzheim