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Das Offensichtliche ist das Phantastische.

Wir mssen lernen, das Offensichtliche des Phantastischen wieder schauen zu knnen.

Denn was wir wahrnehmen, nehmen wir wahr vor dem Hintergrund dessen, was wir nicht wahrnehmen. Und dieser Hintergrund hat "es" in sich!

Mittels biologischer und kognitiver Filter blenden wir ber 99 Prozent dessen aus, was uns unsere ohnehin beschrnkten Wahrnehmungsorgane aufnehmen lassen. Und das halten wir dann fr die Welt!

Um des Wunders, das uns allenthalben ungesehen umgibt, anteilig zu werden, empfiehlt sich daher das Nicht-tun der Wahrnehmung. Zum Beispiel anstelle der Dinge, den Raum zwischen den Dingen bewut wahrzunehmen, sozusagen den Negativabdruck, den die Dinge in die Welt prgen.

Die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf das Dazwischen ffnet uns die Augen fr das Phantastische, das uns immer schon umgibt. Die Wahrnehmung des Hintergrundes bringt so das Phantastische des Offensichtlichen ans Licht.

Dabei geht es um keine neuen Einsichten oder nie gehrte Wahrheiten; es geht um die frische Sicht auf das, was immer schon war, um das Erlebnis der Faszination, darum, da es nichts Besonderes braucht, um in Wundern zu erschauern, da es das Immergeschaute ist, das es neu zu ersehen gilt, das Glitzern, das Funkeln des Offensichtlichen, die Prsenz des Vorhandenen.





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complexity remains
©1999 Robert Stein-Holzheim