Als mich 1967 mit sechs Jahren die Erkenntnis ereilte, daß ich ja über mich selbst nachdachte und man außerdem nie genau sagen könne, ob Wachsein ein Traum oder Träumen die eigentliche Realität sei, stieß ich mit der aufgeregten Erklärung dieses "Sachverhaltes" bei meinen Freunden auf Unverständnis.

Ich hatte mit fünf, gefördert von meinen Eltern, zu lesen begonnen und las, was ich in die Finger bekam.

Es dauerte fast zwei Jahrzehnte, die ich mit dem Traum, erfolgreicher Musiker - und diverses anderes - zu werden verbrachte, bis ich endgültig einsah, daß ich besser schreiben und kommunizieren als trommeln konnte. So verdiene ich auch heute meinen Lebensunterhalt. Rhythmus und Harmonie blieben mir Metapher für alles.

Vor etwa 15 Jahren wurde es für mein Überleben notwendig, regelmäßig mein Blut zu säubern. Die darin erfahrene Beziehung zum Tode ist mir persönlich sehr wertvoll.

Ich habe mehrere Schulen besucht, nichts studiert, aber immer leidenschaftlich gelernt.

"Was soll das?", wöhnte der Arg: "Ist nicht alles schon gesagt, gedacht und niedergeschrieben worden? Welches Wissen meinst Du der Welt hinzufügen zu können?"

Der Träumer antwortete: "Nicht das Geringste, doch bitte laßt mich versuchen auszusprechen, was alle wissen, damit alle verstehen, daß alle wissen ..."

Ausführlicherer Lebenslauf



complexity remains
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